Startschuss für LED-Umrüstung

- Innovatives Beleuchtungskonzept wird in Villingen-Schwenningen umgesetzt

- Vorreiterrolle für VS in Deutschland

Von links nach rechts: Hess-Vertriebsleiter Jürgen Duffner, Erster Bürgermeister Detlev Bührer, SVS-Geschäftsführer Ulrich Köngeter, Oberbürgermeister Dr. Rupert Kubon und Konzeptentwickler Kai-Uwe Huonker

Von links nach rechts: Hess-Vertriebsleiter Jürgen Duffner, Erster Bürgermeister Detlev Bührer, SVS-Geschäftsführer Ulrich Köngeter und Konzeptentwickler Kai-Uwe Huonker (SVS)

Von links nach rechts: SVS-Geschäftsführer Ulrich Köngeter, Hess-Vertriebsleiter Jürgen Duffner und Erster Bürgermeister Detlev Bührer

Von links nach rechts: Erster Bürgermeister Detlev Bührer, Oberbürgermeister Dr. Rupert Kubon und Hess-Vertriebsleiter Jürgen Duffner mit der neuen LED-Leuchte

Villingen-Schwenningen, 28. September 2017

In Villingen-Schwenningen wird Geschichte geschrieben: Die Stadt wird die erste ihrer Größe in Deutschland sein, deren Straßenleuchten innerhalb von zwei Jahren flächendeckend auf LED-Technik umgestellt sein wird. Am heutigen Donnerstag, 28. September, wird die erste LED-Leuchte symbolisch montiert und somit fällt der Startschuss für die weitere Umrüstung. Bis Ende 2019 werden dann alle 13.400 Straßenleuchten in Villingen-Schwenningen und den dazu gehörenden Stadtteilen auf die energieeffiziente und umweltfreundliche Beleuchtungstechnik umgestellt sein.

Große Freude über den Startschuss herrscht beim Auftraggeber des Projekts, Oberbürgermeister Dr. Rupert Kubon. „Dieses Projekt hat eine große Bedeutung für die Stadt Villingen-Schwenningen. Ich freue mich, dass die Stadt durch diese flächendeckende Umrüstung der Straßenleuchten auf LED-Technik eine Vorreiterrolle in Deutschland einnimmt.“ Villingen-Schwenningen habe bundesweit bereits vor sieben Jahren mit der LED-Beleuchtung auf sich aufmerksam gemacht, als die erste Teststrecke für LED-Straßenbeleuchtung unter Realbedingungen in der Schwenninger Spessartstraße in Betrieb genommen wurde. Für den Beitrag zur Energie- und CO2-Einsparung hat die Stadt den Greenlight-Award der Europäischen Union verliehen bekommen. Daher freue es ihn besonders, dass Villingen-Schwenningen ein weiteres Mal mit seiner fortschrittlichen, umweltfreundlichen und mustergültigen LED-Konzeption in Deutschland von sich Reden mache. „In Zusammenarbeit mit der SVS hat die Stadt ihre öffentliche Beleuchtung in den vergangenen Jahren kontinuierlich auf den neuesten Stand der Technik gebracht“, so der Oberbürgermeister abschließend.

Die Beleuchtungsexperten der Stadtwerke Villingen-Schwenningen GmbH (SVS) haben unter Regie von Kai-Uwe Huonker und Projektleiter Wolfgang Scharlawski das LED-Konzept für Villingen-Schwenningen entwickelt. Die SVS hat bereits seit 1972 die Betriebsführung der Straßenbeleuchtung unter anderem in der Doppelstadt inne und ist bestens mit dem Leuchtenbestand und der Technik vertraut. SVS-Geschäftsführer Ulrich Köngeter erläutert: „Eine unserer Kernkompetenzen ist die Straßenbeleuchtung. Seit elf Jahren testen wir LED-Systeme auf unserem Betriebsgelände, um den Energieverbrauch immer weiter zu optimieren.“ Die SVS hat bereits LED-Projekte in Alzey, Wiesloch, Tuningen, Singen, Gailingen am Hochrhein und Wildberg umgesetzt. „Daher freut es uns natürlich sehr, dass wir dieses bedeutende Großprojekt in unserer Heimatstadt planen durften und nun umsetzen dürfen“, so Ulrich Köngeter.

Nachdem der Gemeinderat grünes Licht für das Projekt gegeben hatte und der Förderbescheid des Bundesumweltministeriums beschieden war, begann die europaweite Ausschreibung des Projekts. Gewonnen hat diese die Firma Hess. Das Villinger Unternehmen wird sämtliche Leuchtenköpfe für die LED-Umrüstung herstellen und anliefern. Vertriebsleiter Jürgen Duffner zeigt sich sehr zufrieden darüber, dass Hess die Ausschreibung gewonnen und den Auftrag erhalten hat. Es handelt sich dabei um den größten Einzelauftrag in Deutschland in der Geschichte des Unternehmens. „Es ist sehr erfreulich, dass wir Teil dieses Zukunftsprojekts sein dürfen und die Stadt und die Stadtwerke auf die Qualität von Hess setzen“, so Duffner.

Der Gemeinderat der Stadt Villingen-Schwenningen stand ab der ersten Vorstellung geschlossen hinter dem Projekt und hat der Umrüstung im Dezember 2016  zugestimmt, das Bundesumweltministerium fördert dieses Projekt. Fünf Jahre nach kompletter Umstellung werden sich die gesamten Umrüstkosten durch die hohe Effizienz der Beleuchtung und der damit verbundenen Stromersparnis amortisiert haben. Momentan betragen die Stromkosten für die Stadt Villingen-Schwenningen eine Million Euro pro Jahr, künftig nur noch 300.000 Euro.

Der Strombedarf der hochmodernen Straßenbeleuchtung reduziert sich um 70 Prozent, wodurch auch der CO2-Ausstoß um 70 Prozent verringert wird. SVS-Geschäftsführer Ulrich Köngeter erläutert: „Die Straßenleuchten werden nicht mehr mit derselben Intensität rund um die Uhr leuchten. Sie werden automatisch und von der Verkehrslage abhängig gedimmt.“ An Hauptverkehrsstraßen und Fußgängerüberwegen werden die Leuchten in stärkerer Intensität strahlen, um so die Sicherheit und das Sicherheitsgefühl der Bürger zu verstärken. In Anlieger- und Wohnstraßen inklusive Gehwegen wird die Leuchtkraft hingegen gesenkt, wodurch die hohen Einsparungen erreicht werden. Bei Verbindungswegen wie etwa dem Steinkreuzweg wird eine weitere intelligente Steuerungstechnik zum Einsatz kommen. Hochsensible Sensoren werden je nach Passantenaufkommen die Beleuchtung aktivieren und steuern. Um eine optimale Wirtschaftlichkeit zu erreichen, wird die Lichtfarbe des weißen LED-Lichts auf 4000 Kelvin festgelegt und an Fußgängerüberwegen auf 5000 Kelvin angehoben.

Einige Straßenleuchten in Villingen-Schwenningen sind bereits auf LED-Technik umgestellt. Dies wurde im Zuge von Netzerweiterungen vorgenommen. Einige Leuchten, so informiert SVS-Geschäftsführer Ulrich Köngeter, werden sich optisch nicht verändern. Denn diese werden mit so genannten Retrofit-Leuchtmitteln ausgestattet. Hierbei werden nur die Leuchtmittel durch LED ersetzt, das Aussehen bleibt bestehen. Diese Methode wird bei erhaltenswerten Leuchten wie etwa Designleuchten, Sonderfunktionsleuchten und Leuchten, die das Stadtbild prägen, angewendet. Auch werden nicht alle Leuchten während der LED-Umrüstung neue Masten erhalten. Konzeptentwickler Kai-Uwe Huonker von der SVS erklärt: „Im Zuge der regulären, turnusmäßigen Sanierung werden die Masten in den kommenden Jahren farblich angepasst, so dass einige Leuchten einen neuen Leuchtenkopf haben werden, der Mast jedoch noch für eine Übergangszeit eine andere Farbe haben wird.“

Zu Beginn der LED-Umstellung werden – von der SVS und einem Sub-Unternehmer – zunächst die Lichtpunkte an den Hauptverkehrsstraßen ausgetauscht, wobei die Leuchtenstandorte unverändert bleiben. Nach und nach werden die Leuchten in Villingen, Schwenningen und allen Stadtteilen getauscht. Interessierte können den Fortschritt der Umrüstung sowie die Stromeinsparung im Internet unter www.svs-energie.de/led mitverfolgen.

Information:

• Seit 2006 testet die SVS LEDs auf ihrem Firmengelände
• Seit Ende 2008 sind in der Doppelstadt keine quecksilberhaltigen Leuchtmittel mehr im Einsatz, SVS und Stadtverwaltung setzten stattdessen auf natriumbasierte NAV-Leuchten.
• 2010 ging die erste bundesweite Teststrecke in VS in Betrieb (Spessartstraße, VS-Schwenningen)
• 2011: 900 LED-Systeme werden installiert, im selben Jahr der Beschluss: Alle Neuanlagen werden mit LED ausgestattet
• 2016: Der Gemeinderat von VS gibt grünes Licht für die LED-Umrüstung
• 2017: Die flächendeckende Umrüstung auf LED startet mit Unterstützung einer Förderung des Bundesumweltministeriums
• 2019: Ende der Umrüstung und des Projekts

Kontakt:

Hess GmbH Licht + Form
Marco Walz
Head of Communications and Marketing
Lantwattenstraße 22
78050 Villingen-Schwenningen
Germany
Tel.: +49 (0) 7721 920 475
E-mail: marco.walz@hess.eu
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